Nordburgenland – August

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 Weinerlebnis per pedes

Sonntagabend:

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Na gut, denk ich mir, mach ma schon!

Montag:

Ganz motiviert mach ich mich zunächst mit dem Auto auf dem Weg nach Purbach, ins Gut Purbach. Dort erwarten mich schon Stephanie Haug (PR Hamburg) und Gerd Seidemann (Tagesspiegel Berlin).

Ein sogenanntes petit petit dejeuner geht sich noch aus –

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und schon heißts aufsitzen!

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Aber das ganze gilt nur für Herrn Seidemann und mich, denn die liebe Stephanie fährt mit dem Cabrio voraus nach Illmitz und erwartet uns dann so gegen 10:30 vor Ort.

Wir machen uns zügig auf den Weg und radln von Purbach nach Mörbisch.

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Direkt am Hafen erwarten uns das Schifffahrtsunternehmen Drescher. Die packen gekonnt unsere Räder auf die Fähre und schon legt das Schiff ab Richtung Illmitz. Nach einer netten Begrüßung seitens des Captains schippern wir gemütlich übern See  (der Berlinereinfluss ist noch spür- und lesbar).

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Am Hafen angelegt winkt uns Stephanie schon zu und weiter geht’s im Programm.  Werner Michlits holt uns von Illmitz ab und fährt mit uns….natürlich mit ein paar Zwischenstationen in der Natur. Einfach nur toll – diese Weite – dieser Ausblick – mitten zu Gast bei Mutter Natur.

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„Hiaterstand“ – ein Standort zum Starre verjagen

 Schließlich kommen wir doch noch bei Werner Betrieb an. Werner, ist der älterste der Gebrüder Mitchlits. Er ist für die Weinwirtschaft verantwortlich.

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Hannes gehört der Bereich der Landwirtschaft und Lukas umsorgt die Angus-Rinder, nämlich ca. 300 Mutterkühe und Kälber. Echt beeindruckend. Und noch dazu ist Meinklang ein Demeterbetrieb. Meinklang ist ein waschechtes Familienunternehmen. Doch dem allen sei nicht genug. Werner zeigt uns seinen Klang…den Weinklang. Vorbei an der Lagerstätte führt er uns in ganz was Altem. Die Schatzkammer, so erklärt uns Werner den Raum. Den Besuch dieses Raumes werd ich sicherlich nicht vergessen.

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Nur ein paar wenige Schlagwörter, die Werner Michlits in sagenhafte Geschichten verpackt hat: Urkräfte, Kosmische Einflüsse, Rudolf Steiner und den Christusimpuls….

Und es wird schon fast Tradition, aber das Gesprochene von Werner über Rudolf Steiner spiegelt genau das wider, was Steiner einst in einem Gedicht festhielt!

Das Schöne bewundern,
Das Wahre behüten,
Das Edle verehren,
Das Gute beschließen;
Es führet den Menschen,
Im Leben zu Zielen,
Im Handeln zum Rechten,
Im Fühlen zum Frieden,
Im Denken zum Lichte;
Und lehret ihn vertrauen
Auf göttliches Walten
In allem, was ist:
Im Weltenall,
Im Seelengrund.

Dann geht’s weiter…in das Herzstück, in den Verkostungsraum! Legendär, nahezu einzigartig…die Reifung, Lagerung des Weines in einem Betonei.

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Das Ei hat die Proportionen des Goldenen Schnittes, es ist auch ein ganz altes Symbol der guten Magie und des Heilens. Im Ei kann der Wein von allen Richtungen ungehindert zirkulieren, das Strömungsverhalten ist ganz anders als bei einer Kugel. Das Ergebnis: ein komplexer, tiefgründiger Wein. Natürlich durften wir uns bei der Verkostung selbst davon überzeugen. Ein Wein mit speziellem Charakter, sicherlich stark geprägt des Winzers Art, gebrandet mit dem Logo der Kuh.

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Dafür haben sich Meinklang bewusst entschieden, denn die Kuh symbolisiert die Fruchtbarkeit. Leider müssen wir schon wieder weiter, aber ich bin mir sicher, dass ich zu diesem Betrieb wiederkomme.

Weiter geht’s nach Apetlon. Dort treffen wir Hellmut Velich beim „Fröhlichen Arbeiter“ – ein traditionelles Gasthaus, in dem man pannonisch und regional kocht.

Die Chefin des Hauses erklärt uns auch, warum das Gasthaus „Der fröhliche Arbeiter“ heißt. Die Esterhazy´s haben in diesem Haus nämlich die Löhne der Arbeiter ausbezahlt. Neben dem Lohn, gabs auch noch für jeden Arbeiter eine „Dürre“ – eine harte Wurst. Daher der Name: Nach Geld und Wurst waren die Arbeiter fröhlich.

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Die Karte ist reichhaltig und siehe da….die Speisen machen auch als Foto, sicher Lust auf einen Besuch.

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Nach dem Essen geht’s direkt in das Weingut Velich. Der Senior Boss zeigt uns das Areal. Seine Schwiegertochter Sonja Velich zeigt uns, wie man in der Region noch pannonisch wohnen kann. Nämlich in der Residenz.

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Die Residenz ist eines der drei Zollhäuser die bereits umgebaut worden sind. Ganz oben, das ist nämlich der schönste Raum, erklärt uns Sonja, befindet sich der Frühstücksraum.

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Ein paar Einblicke dürfen wir auch in ein paar Zimmer der Familie erhaschen….da lässt sich’s aushalten. Traditionell, schön, modern….das ladet doch zu einem Urlaub ein!

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Hellmut Velich führt uns anschließend in den Verkostungsraum. Der ist nicht irgendwo, den haben die Velichs bewusst ganz oben platziert. Die Rollläden werden nach oben gelassen und ich sag spontan: „Die Natur öffnet ihren Vorhang“.

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Der Weinkenner hat ein paar spezielle „Tropferl“ für uns ausgesucht.

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Zu jedem Wein gibt’s natürlich eine Geschichte, aber das was Hellmut Velich zum Schluss, über alle Weine sagt, hab ich via Video festgehalten. VIDEO

Mehr Fotos hier: Weinerlebnis Norburgenland

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